Alle Jahre wieder
Alle Jahre wieder flammt insbesondere in den USA die Diskussion auf, welcher Gruß auf der üblicherweise zu Weihnachten verschickten Karte denn der richtige sei. Im vergangenen Jahr, so berichteten amerikanischen Medien, wünschte Barack Obama einfache "Season’s Greetings" aus dem Weißen Haus, und dass, wo doch laut Umfrage sieben von zehn Amerikanern das bekannte "Merry Christmas" bevorzugen und sich 22% für "Happy Holidays" entscheiden würden.
Übrigens, Dwight Eisenhower war der erste amerikanische Präsident, der Weihnachtswünsche verschickte. Die Karte von 1953 zeigt ein vom Präsidenten höchstselbst gemaltes Portrait von Abraham Lincoln.
Das Phänomen der Massenversendung von Weihnachtskarten soll auf einen britischen Staatsbeamten namens Henry Cole zurückgehen, der im Dezember 1843 keine Lust hatte, lange Briefe an seine vielen Verwandten und Freunde zu schreiben. Diese "Urmutter" aller Weihnachtskarten trug die Aufschrift "Merry Christmas und a Happy New Year to You". Geschäftstüchtig wie Henry Cole war, ließ er gleich 1000 Stück herstellen und verkaufte sie zu dem damals horrenden Preis von 1 Schilling pro Stück. Es gibt auf der ganzen Welt nur noch zwölf dieser Karten, eine wurde im Dezember 2005 für ca. 13.300 Euro versteigert.
Ob die Weihnachtskarten, die Sie an Ihre internationalen Geschäftspartner dieses Jahr verschicken, in ferner Zeit ebenso wertvoll werden, ist wohl eher unwahrscheinlich. Aber die richtige Botschaft für Ihre Zielgruppe sollte sie schon enthalten. Ob "Merry Christmas", "Season’s Greetings" oder "Happy Holidays" - alles ist möglich und sollte natürlich auf die Zielgruppe abgestimmt sein.